Anleitung zum Anbiedern - das Grüne Establishment!*

Unser Kommentar zu den Kolumnen der Parteien aus den "Kirchheimer Mitteilungen" von 2010:

20 Jahre Bürgermeister Hilger aus der Sicht der Grünen

In der Tat, wie sollte man auf die Aufzählung zahlreicher Verdienste von Bürgermeister Heinz Hilger in 20 Jahren Amtszeit reagieren? Da ein Mit einstimmen in Lobeshymnen ja keine zusätzlichen Wählerstimmen bringt und den etwas abgewetzten Rebellendrang (erst mal gegen alles) nicht befriedigt, könnte man ja mit Ökoschlamm werfen…

Wie schon die FDP, die andere Splitterpartei im Kirchheimstettener Gemeinderat, entblöden sich die Grünen nicht, allzu durchsichtiges Gemecker zum Jubiläum loszulassen. Die Einweihung der AFK-Energiezentrale als Beispiel für allzu laxen Umgang mit den Amtspflichten ins Feld zu führen, ohne die tatsächlichen Gründe der Abwesenheit zu kennen oder zu respektieren, grenzt ja fast an üble Nachrede.

Man muss ja als Bürgermeister für die Bürger da sein und nicht dafür, mit dem Wirtschaftsminister fotografiert zu werden als kostenloses Fotomodell für große Energiekonzerne. Seit wann biedern sich die Grünen derart an? Ja, ja, da sieht man, auch auf lokaler Ebene ist man vor Jamaika-Koalitionen (Schwarz-Gelb-Grün) nicht mehr sicher.

Dass die Gemeinden im Münchner Osten nicht mehr viel Rücksicht aufeinander nehmen, wenn es um Industrieansiedlungen geht, ist ja nicht neu. Neu ist, dass für alles, was nicht ganz nach dem Gusto der Grünen ist, Bürgermeister Hilger persönlich verantwortlich zeichnet. Ich würde Ihnen, lieber Herr Zwarg, ans Herz legen, ein wenig mehr Ruhe und Gelassenheit an den Tag zu legen anstatt präventiven Bürgermeister-Wahlkampf zu betreiben (wie unsere Freundin von der FDP).

Dem Bürgermeister ist zu empfehlen, nicht alles zu lesen, was man über ihn schreibt. Viele positive Veränderungen werden ja gern überhaupt nicht erwähnt (damit lässt sich keine Stimmung machen). In Abwandlung einer alten Volksweisheit rate ich Ihnen: „Was schert es die Eiche, wenn sich der Eber an ihr schabt? Selbst wenn es ein Bio-Eber ist…“

* Establishment: The group of people who are in positions of power and influence in society and the State, usually perceived as being middle-aged and conservative.

Ihr Peter Coppens.

Verfasser und Urheber, sowie v.i.S.d.P. Peter-John Coppens
Münchener Straße 1, 85551 Kirchheim bei München
Tel.: 089 693 400 00

SPD - "dusselig"?

Auszug aus dem Inhalt der Website der SPD-Kirchheim-Heimstetten von März 2009:

19 Jahre haben die Gemeinderäte samt Bürgermeister den zweiten Versuch für ein Zentrum geplant. Ganze Generationen von Gemeinderäten haben sich die Köpfe zerbrochen. Viel Geld wurde für Planer, Gutachter usw. ausgegeben. Nun bleibt sich Hilger seiner Linie treu.

Bravo, weiter so, Kirchheim hat ja noch genug Reserven für weitere Planungen. Die Rücklagen der Gemeinde sind unerschöpflich. Hilger, der entscheidungsfreudige und quirlige Bürgermeister wird in die Geschichte der Gemeinde als Zentrumskiller eingehen. Er hat es zum zweiten Mal geschafft.

Jetzt hat er seine eigene Planung gekippt. Ob wir Bürger wohl jemals ein Zentrum erleben?

Die bisher schon geführte dusselige Diskussion um den Ortsnamen Kirchstetten oder Kirchheim-Stetten oder so ließe sich noch ergänzen um den Vorschlag: Nennen wir uns doch "Sankt Nimmerlein"!

Unsere Antwort dazu:

Es ist bemerkenswert und erfreulich zugleich, dass die Kirchheimer SPD einen Artikel des Münchner Merkur vom 4. Marz 2009 kommentiert und damit unsere Initiative deutlich aufwertet. Der Versuch uns lächerlich zu machen, zeigt, dass sie uns ernst nimmt. Danke, SPD! Doch leider muss man, wenn man diesen einen Satz im SPD-Kommentar liest, sich über die Respektlosigkeit gegenüber den Bürgern in Kirchheimstetten wundern... “Die bisher schon geführte dusselige Diskussion um den Ortsnamen Kirchstetten oder Kirchheim-Stetten...“ Wenn Sie schon unseren Vorschlag in den Dreck ziehen, dann bitte wenigstens ortografisch richtig: "Kirchheimstetten“!

Aber zur Sache - hinter diesem Namen stehen eine Menge Bürger, allesamt Wähler, die mit der politischen Meinungsbildung in der SPD nichts mehr gemein haben, vielleicht, weil sie ihnen zu einseitig oder zu dusselig ist, jedenfalls nicht mehr zeitgemäß! Ihre Wut über die verlorene Bürgermeisterwahl sollten Sie jedenfalls nicht an Bürgermeister Hilger auslassen, ebenso wenig wie Sie ihn als den Verhinderer darstellen sollten. Schließlich wissen wir, welche Parteien im Gemeinderat seit Jahrzehnten ihre Interessen voran und die der Bürger hintanstellen. Also, nochmal, Kritik gern und jederzeit, runtermachen nur, wenn man was zu sagen hat, liebe SPD!

Ihr Peter Coppens.

Verfasser und Urheber, sowie v.i.S.d.P. Peter-John Coppens
Münchener Straße 1, 85551 Kirchheim bei München
Tel.: 089 693 400 00

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